"Es ist immer wieder erstaunlich, welche Erfolge im Rahmen einer klaren 1 : 1 Betreuung erzielt werden können." Heike Heberer, Koordination Büro Berlin/ Brandenburg
Erfahrungsbericht individualpädagogische Maßnahmen im Inland
R. lebte zur Zeit der Anfrage in einer heilpädagogischen Jugendgruppe. Ihre Vorgeschichte ist geprägt durch wechselnde Aufenthalte in Jugendhilfeeinrichtungen und der Kinder– und Jugendpsychiatrie. Einrichtungen beendeten die Hilfen, weil sie R. pädagogisch nichts mehr entgegensetzen können. Hinzu kam fremd und eigen gefährdendes Verhalten. Aufgrund dessen wurde sie wiederholt in der Kinder und Jugendpsychiatrie vorgestellt. Zeitweise auch mit gerichtlichem Beschluss. Sie wurde in die Klinik aufgrund von Eigengefährdung aufgenommen. Das Fazit der bisherigen Jugendhilfeeinrichtungen war, das R. In einer „normalen“ Einrichtung nicht zu erreichen ist.
R. wurde im Alter von 14 Jahren in einer unserer Projektstellen aufgenommen. Die Arbeit gestaltet sich auch hier schwierig. Als wichtigste Voraussetzung war und ist Geduld erforderlich, da R. nur nach und nach bereit ist ihre bisherigen Verhaltensmuster aufzugeben und neu Erlerntes zu übernehmen. Es gelang durch Beständigkeit und klarem nachvollziehbarem Verhalten bei der Unterstützung sowie auch bei den Konsequenzen eine langsame Verhaltensänderung zu erreichen.
Inzwischen besucht R. regelmäßig eine Schule mit emotionalem Förderbedarf und hat im schulischen, sowie im persönlichen Erleben Erfolge. Im kommenden Jahr kann R. mit einigen Mitschülern zu einer Austauschwoche nach Russland fahren.
Es ist in der Arbeit mit R. deutlich geworden, das neben der medizinisch / psychologischen Unterstützung ein klares Beziehungsumfeld, das den Klienten erlaubt, die Erfahrung von Verlässlichkeit, im positiven wie auch im Rahmen von Konsequenzen, zu machen Verhaltensänderungen möglich macht.- Heike Heberer, Koordination Büro Berlin/ Brandenburg






