Erfahrungsbericht Betreutes Wohnen

Kurz nach meinem ersten Hilfeplangespräch lernte ich Herrn Götz kennen, der von dort an für mich zuständig war. Ich hatte einige Schwierigkeiten meinen Tagesablauf zu planen und zu bewältigen, angefangen mit der Führung des Haushalts bis hin zu Amtsterminen. Ich wohnte damals noch in einer 2er-Wg, in der Sauberkeit und Ordnung zweitrangig war. Als Herr Götz anfing meinen Teppichboden zu saugen "um mal zu zeigen wie es geht", war ich sehr erstaunt. Klar wusste ich wie man einen Staubsauger bedient, nur fehlte mir meistens die Motivation dafür. Herr Götz hat immer versucht mich mithilfe seiner humorvollen Art für weniger angenehme Dinge zu motivieren, wie z.B. ein Telefonat mit der ArGe zu führen. Wenn ich mal gar nicht konnte, hat er auch Aufgaben übernommen. Meistens wurden schwierige Aufgaben zusammen gemacht, mittlerweile kann ich das alles allein bewältigen. Ich wohne seit einem Jahr in einer kleinen 1-Zimmerwohnung und benötige keine Motivationsanschübe mehr bei der Haushaltsführung. Im Juli 2010 habe ich erfolgreich mein Fachabitur absolviert, mit einem sehr guten Notendurchschnitt, so ein gutes Zeugnis hatte ich noch nie.
In ca. 3 1/2 Jahren habe ich einen riesigen Entwicklungssprung gemacht, das wär ohne BeWo wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Mein Eindruck von der Stiftung Leuchtfeuer ist in jedem Sinne positiv. Ich habe dort sehr nette Menschen kennengelernt, die sich für mich eingesetzt haben und sich um mich kümmerten. Ab und zu wurde ich auch zum Kaffeetrinken eingeladen, das war immer super. Vielen Dank besonders an Frau Korn, Herrn Götz und Frau Schneider, mein Leben geht bergauf.- Frau Q